GEMA & BMG: Europaweites Linzenzabkommen

Media_httpagentmediad_hndga
Während die direkten Verhandlungen des Videoportals YouTube mit der GEMA vorerst gescheitert sind und beide Parteien den erneuten Gang vor Gericht einschlagen, gibt es eine erfreuliche Einigung zwischen dem Musikrechtehändler BMG und den deutschen Musikverwertern, die den Anbietern von Musik viel Arbeit abnimmt. Wie die GEMA berichtet, einigte sich die Bertelsmann-Tochter mit der Verwertungsgesellschaft auf eine vereinfachte europaweite Lizensierung von Musikstücken für Internetdienste. Sie schließt auch außereuropäischer Stücke ein. Ab dem 1. Juli 2012 wird es Anbietern wie Streamingportalen dadurch möglich sein, die Rechte an Songs aus dem BMG-Katalog zentral für ganz Europa zu erwerben. Mühselige und kostenintensive Verhandlungen für einzelne Staaten entfallen dadurch.

Im Gegensatz zu dieser relativ geräuschlosen Einigung finden die Streithähne Youtube und GEMA nicht zueinander. In eimem Urteil des Landgerichts Hamburg vom 20. April 2012 war YouTube eine Störerhaftung auferlegt worden. Bekannte Rechtsverstöße wie illegal hochgeladene Musikstücke muss die Google-Tochter demnach unter Androhung von Ordnungsgeldern entfernen. Neuerliche Uploads bereits beanstandeter Inhalte sind durch Filtersoftware zu verhindern. Proaktiv nach Copyright-Verstößen suchen muss Google laut Richterspruch aber nicht.

Nach der Verkündung des Urteils sah es zunächst so aus, als würden die Parteien ihren Streit beilegen und sich auf eine für beide Seiten auskömmliche Vergütung für die Verwendung geschützen Materials einigen. Wie das Nachrichtenmagazin Focus berichtet, sind diese Verhandlungen nun wie schon so oft abermals gescheitert. Beide Seiten haben fristgerecht Einspruch gegen das Urteil eingelegt. Bis zu einer erneuten Verhandlung können Rechtsexperten zufolge weitere 12 Monate oder mehr ins Land gehen.
[Foto: Bertelsmann-Tochter BMG kooperiert mit GEMA | (logo)]

Artikel von agent-media.de

Kreative Geschäftsideen gesucht

Media_httpagentmediad_yauca
Ab sofort können sich kreative Menschen mit Geschäftssinn für den Wettbewerb "Kultur- und Kreativpiloten Deutschland" anmelden. Gesucht werden innovativ umgesetzte Business-Ideen.

Für Konzept, Organisation und Realisierung sind das u-institut für unternehmerisches Denen und Handeln sowie das Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes verantwortlich. Der Contest wird im Rahmen der "Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft" von der Bundesregierung unterstützt.

Für die Bewerbung reicht eine Beschreibung von Idee und Geschäftstätigkeit, ein Motivationsstatement sowie ein Kurzlebenslauf. Auch ein knapp gehaltener Video-Clip kann mit eingereicht werden.

Die 32 Preisträger werden im September von einem Fachgremium ermittelt. Anfang Dezember werden die Auszeichnungen in Berlin verliehen. Die Gewinner erhalten ein Jahr lang fachkundige Unterstützung von Branchenkennern und können ihre Fähigkeiten in Workshops ausbauen sowie Kontakte zu erfolgreichen Unternehmern knüpfen.
[Foto: Wettbewerb für kreative Unternehmer | (c) u-institut]

Artikel von agent-media.de

Umsatzrückgang bei Cinram - Deutscher Standort stark

Media_httpagentmediad_aiqtl
Der international aufgestellte Disc-Replikator Cinram hat seine Quartalszahlen für das am 31. März zu Ende gegangene erste Kalenderviertel bekanntgegeben. Der Umsatz sank verglichen mit dem Vorjahr von 176,7 auf 167,6 Mio. Dollar.

Trotz steigenden Absatzes von Blu-rays sanken die Einnahmen aus dem Segment der Speichermedien von 151,0 auf 143,1 Mio. Dollar. Der EBITA schmolz damit in diesem Bereich von 12,6 Mio. auf 5,7 Mio. Dollar. Der Konzern betont, dass der eigene Negativtrend bei CDs und DVDs dem allgemein schrumpfenden Markt mit den herkömmlichen Discs entspricht.

Bei Videospielen sanken die Einkünfte von 11,2 auf 9,6 Mio. Dollar. Hier verringerte sich die Gewinnkennzahl EBITA von 1,5 Mio. in den ersten drei Monaten 2011 auf zuletzt nur noch 0,1 Mio. Dollar.

Positiver sehen die Zahlen für Europa aus. Vor allem den gut laufenden Geschäften mit Standard-DVDs und zugehörigen Services beim in Alsdorf ansässigen deutschen Cinram-Standort verdankt der Disc-Hersteller ein Umsatzplus von 3% auf zuletzt 75,2 Mio Dollar auf dem hiesigen Kontinent.
[Foto: Cinram liegt im Markttrend | (logo)]

Artikel von agent-media.de

Urheberrecht: Warnmodell im Bundestag diskutiert

Media_httpagentmediad_qbmeb
Vor dem Deutschen Bundestag wurden Warnhinweismodelle gegen Urheberrechtsverletzungen im Internet diskutiert. Die Anhörung ist in der Mediathek des Bundestages nachzuvollziehen. Es kamen sowohl Vertreter der Musikindustrie als auch der IT-Branche zu Wort.

Zwei Studien wurden vorgestellt. Im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums hatte Prof. Dr. Schwartmann internationale Modelle in Europa verglichen. Als Vertreter des Verbands der deutschen Internetwirtschafts eco hatte Prof. Dr. Thomas Hoeren eine Gegenstudie erstellt.

Schwartmann hält von Providern verschickte E-Mail-Warnungen bei vermuteten illegalen P2P-Aktionen für verfassungskonform. Er räumte ein, dass man Schwerkriminelle aufgrund der Möglichkeiten zur IP-Verschleierung nicht erreiche. Jedoch schaffe man ein Bewusstsein für kulturelle Werte. Florian Drücke vom Branchenverband Musikindustrie fügte an, dass man in Frankreich mit HADOPI gute Erfahrungen gemacht habe.

Oliver Süme, Rechtsberater bei eco, äußerte hingegen rechtliche Bedenken bezüglich des Fernmeldegeheimnisses. Auch beim Datenschutz ist die Lage fragwürdig, sollten Provider gezwungen werden die Aktionen ihrer Nutzer nachhaltig in personalisierter Form zu speichern.
[Foto: Florian Drücke vom BVMI | (c) BVMI/Markus Nass]

Artikel von agent-media.de

Web-User akzeptieren Werbung

Media_httpagentmediad_utocs
Eine deutliche Mehrheit von 64% der deutschen Web-User akzeptieren Werbung bei Internetangeboten, wenn die Services dadurch kostenfrei oder billiger gestaltet werden. Dies berichtet der IT-Branchenverband BITKOM. Bei der repräsentativen Umfrage unter 1000 Onlinern ab 14 Jahren gaben 28% an, sie würden eher höhere Preise bezahlen als Reklame-Einblendungen über sich ergehen lassen zu müssen. Die übrigen acht Prozent enthielten sich der Stimme.

Besonders ältere Nutzer sind bereit für anzeigenfreie Webseiten ein paar Euro zu berappen. Unter den befragten Menschen ab 50 würde mehr als jeder Dritte (37%) gerne für Werbefreiheit bezahlen. Bei den 14-29jährigen liegt der entsprechende Anteil bei gerade mal 14%. Dies lässt sich sicher auch auf die unterschiedliche durchschnittliche Einkommenssituation der beiden Altersgruppen zurückführen.

Der BITKOM empfiehlt den Anbietern aufgrund der unterschiedlichen Präferenzen eine zweigleisige Strategie, die klar zwischen kostenlosen werbefinanzierten und gebührenpflichtigen Premium-Angeboten unterscheidet. An die Politik richtet sich der Appell des Verbands, reklamegestützten Geschäftsmodellen nicht durch neue Regelungen das Wasser abzugraben.
[Foto: BITKOM-Studie zur Werbeakzeptanz | (logo)]

Artikel von agent-media.de

Online-Videonutzung in Deutschland nimmt zu

Media_httpagentmediad_uvekn
Laut jüngst veröffentlichter Zahlen des Marktforschungsunternehmens Comscore
verzeichnet der Onlinekonsum von Videos in Deutschland weiter Zuwächse. Im März dieses Jahres schauten 49,9 Millionen Internet-User in Deutschland mindestens ein Online-Video, was einem Zuwachs von 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Im 12-Monatsvergleich nahm die durchschnittliche Nutzungszeit je Besucher sogarum 33,7 Prozent auf etwa 27 Stunden zu.

Antreiber der Entwicklung sind Smartphones, auf denen quer durch alle Altersgruppen hohe zwei- und zum Teil dreistellige Zuwachsraten bei der Nutzung von Internetvideos zu verzeichnen sind. Insgesamt nutzen 3,2 Millionen Deutsche ihr internetfähiges Mobiltelefon um Videos anzuschauen. Das entspricht einem Zuwachs von 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Bei den Plattformen hat mit über 35 Millionen Unique Viewers weiterhin Googletochter Youtube unangefochten die Nase vorn. Zweiter im Videoranking sind die Angebote von Pro7Sat1, darunter MyVideo und Maxdome. Der Verbund kommt auf rund 14 Millionen Nutzer.

Die Möglichkeit, eine Plattform wie Youtube für Werbezwecke zu nutzen, findet bei den Unternehmen immer breiteren Anklang. So darf sich die Firma Bigpoint in Ihrem Channel auf Youtube über mehr als 5 Millionen Besucher und damit einem Zuwachs gegenüber 2011 von über 80 Prozent freuen. Die Beliebtheit der Onlinevideos und ihre Attraktivität für Marketingzwecke dürfte weiter fortschreiten und klassischen Medien wie dem Fernsehen zunehmend Werbeetats streitig machen. Ein Blick in die USA zeigt, dass die Möglichkeiten dieses Marketinginstrumentes hierzulande bei Weitem noch nicht ausgeschöpft sind.
[Foto: Auch YouTube wird noch immer beliebter | (logo)]

Artikel von agent-media.de

Buchmarkt entwickelt sich negativ

Media_httpagentmediad_bkagw
Im April hat der Buchhandel verglichen mit dem Vorjahr 4,4% Umsatz eingebüßt. Dies ist in der Erhebung "Branchenmonitor Buch" nachzulesen, die der Börsenverein des deutschen Buchhandels monatlich mit Zahlen der GfK erstellt. Der deutliche Rückgang im vergangenen Monat erklärt sich auch aus dem in diesem Jahr zwei Wochen früher gefeierten Osterfest, das bereits zu einem guten März-Ergebnis geführt hatte. Doch auch über die ersten vier Monate kumuliert ergibt sich ein Umsatz-Minus von 2,1% verglichen mit 2011. Im klassischen Sortimentshandel sieht die Lage bei summiert -5,0% Umsatzveränderung noch dramatischer aus. Der Branchenmonitor berücksichtigt neben dem Sortiment auch die Vertriebswege E-Commerce und Warenhaus.

Alle drei Editionsformen, in denen Literatur verkauft wird, liefen schlechter als vor einem Jahr. Sowohl Taschenbücher (-8,2) als auch Hardcover (-3,0%) und Hörbücher (-2,9%) generierten weniger Einnahmen als im vierten Kalendermonat des vergangenen Jahres.

Die auflagenstarken Warengruppen "Belletristik" (-6,8%), "Kinder- & Jugendbücher" und "Sachbuch" (-4,0%) lagen beim Umsatz allesamt im Minus. Auch mit Literatur aus Sparten den "Reise" (-2,6%) und "Ratgeber" (-2,1%) verdienten die Händler weniger Geld als vor Jahresfrist. Lediglich Lesestoff aus dem Themenkreis "Sozialwissenschaft, Recht, Wirtschaft" (+2,3%) ließ die Kassen stärker klingen als im April 2011. Die ähnlich auflagenschwachen Genres "Geisteswissenschaft, Kunst, Musik" (-1,5%) und "Naturwissenschaft, Medizin, Informatik, Technik" (-0,5%) blieben beim Umsatz etwa auf Vorjahresniveau.
[Foto: Börsenverein präsentiert maue Zahlen | (logo)]

Artikel von agent-media.de

Warner und Universal Music steigern Gewinne

Media_httpagentmediad_bwjgf
Die beiden Platten-Majors Universal Music Group (UMG) und Warner Music warten bei ihren jüngsten Quartalsberichten mit positiven Gewinnentwicklungen auf. Während jedoch Universal dabei auch mehr Geld eingenommen hat, ging der Umsatz bei Warner zurück.

Warner Music verzeichnet für das am 31. März abgeschlossene zweite Geschäftsquartal einen verglichen mit dem Vorjahr um drei Millionen auf 85 Mio. Dollar gestiegen OIBDA (Gewinn vor Abschreibungen und Amortisationen). Der Umssatz ist in derselben Periode deutlich von ehemals 684 Mio. auf 628 Mio. Dollar gesunken. Als Grund für die geringer werdenden Einnahmen führt der Konzern an, dass verglichen mit 2011 weniger Top-Veröffentlichungen stattfanden. Zudem leidet Warner weiter unter dem seit Jahren schwächelnden Geschäft mit CDs und Schallplatten. Immerhin konnte Der Digitalumsatz um sieben Prozent auf 235 Mio. Dollar gesteigert werden und macht nun 37,4 Prozent der Gesamteinnahmen aus. Ein Jahr zuvor lag die Umsätze, die durch Angebote wie MP3-Downloads und Streaming erzielt wurden, noch bei 220 Mio. Dollar, was weniger als einem Drittel aller Geschäftseinkünfte entsprach.

Universal konnte die mit dem OIBDA nur bedingt vergleichbare Gewinn-Kennzahl EBITA im gleichen Zeitraum um 47,8 Prozent auf 68 Mio. EUR steigern. Die Einnahmen lagen im ersten Quartal 2012 bei 961 Mio. EU, ein Wachstum um mehr als neun Prozent. 39,8% dieses Umsatzes stammen aus dem Digitalvertrieb. Auch der Absatz phyischer und digitaler Musikeinheiten konnte um zwei Prozent verbessert werden.

Die geplante Übernahme des Tonträgergeschäfts von EMI durch die UMG wird derzeit von unterschiedlichen Kartellinstanzen in den USA und der EU eingehend geprüft. Die notwendigen Mittel zur Konsolidierung der EMI-Geschäfte scheinen jedenfalls zur Zeit vorhanden zu sein.
[Foto: UMG-Geschäfte laufen gut | (logo)]

Artikel von agent-media.de

Googles Recht auf freie Meinung

Media_httpagentmediad_shjub
Derzeit sieht sich Google mit einer Klage der Federal Trade Commission (FTC) konfrontiert. Die US-amerikanische Kartellbehörde wirft dem Suchmaschinenkonzern vor, seine marktbeherrschende Stellung auszunutzen und eigene Angebote in den Suchergebnissen zu bevorzugen.

In einer nun veröffentlichten Studie des Juraprofessors Eugene Volokh zeichnet sich die Argumentation von Google ab. Anstatt einzelne Punkte aus der Klage herauszugreifen und zu widerlegen, wird darin ausgeführt, dass Google ein Medienunternehmen wie ein Verlag sei. Die Suchergebnisse seien Ausdruck einer subjektiven Meinung. Der Internet-Gigant möchte sich also bei seinen Ergebnissen auf das Recht auf freie Meinungsäußerung berufen.

Sollte Google mit der Strategie durchkommen und den anstehenden Prozes gewinnen, sehen viele eine mögliche Gefährdung hoher Rechtsgüter wie der Informationsfreiheit oder des freien Wettbewerbs. Spannend bleibt zu beobachten, wann sich hiesige Ordnungshüter mit dem Problem beschäftigen. Bei einem Google-Marktanteil von von etwa 90% stellt sich die Thematik in Deutschland noch wesentlich eklatanter dar als in den USA, wo das Unternehmen aus Mountain View auf etwa zwei Drittel kommt.
[Foto: Nicht objektiv: Googles Ergebnisse | (logo)]

Artikel von agent-media.de

FBI warnt Raubkopierer

Media_httpagentmediad_safia

FBI und das US-amerikanische Heimatschutzministerium haben laut
einer Meldung von Golem.de neue Warnanzeigen entwickelt, die beim Abspielen einer DVD oder Blu-ray obligatorisch angezeigt werden.

Nach der ersten, von der seit 2004 bekannten Warntafel nicht wesentlich abweichenden Belehrung, dass Raubkopieren kein Kavaliersdelikt sei und mit empfindlichen Haft- und Gueldstrafen geahndet werden könne, folgt eine zweite, die auf den beträchtlichen wirtschaftlichen Schaden hinweist, den Raubkopierer der US amerikanischen Wirtschaft zufügen.

In einer Stellungnahme betonen die amerikanischen Behörden den wirtschaftlichen Stellenwert als einem der wichtigsten Exportartikel, den der Filmindustrie
in den USA beigemessen wird. Die neuen Hinweise werden von den großen Filmkonzernen wie Disney, Paramount, Sony, Fox, Universal und Warner Brothers unterstützt. Die Multis kündigten an, die neuen Warnhinweise künftig nutzen zu wollen.
[Foto: Gefürchtet und belächelt: Das FBI | (public domain)]

Artikel von agent-media.de